Handbuch MobilityAnalyst

MobilityAnalyst ist ein interaktives Dashboard, das Ihnen einen Einblick in den aktuellen Pendelverkehr Ihres Unternehmens und das Potenzial für Veränderungen darin gibt.

Dieses Handbuch beschreibt, wie MobilityAnalyst funktioniert. Vor der Verwendung müssen zwei Schritte ausgeführt werden: die Lieferung einer ausgefüllten Vorlage durch den Arbeitgeber und die Durchführung aller Berechnungen und Vorbereitungen für Ihr Dashboard durch MobilityLabel.
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MobilityAnalyst-Dashboard öffnen

Sie öffnen Ihre eigene Version des MobilityAnalyst-Dashboards mit Ihrer eigenen MobilityAnalyst-Datei. Diese dient als Schlüssel zum Dashboard Ihrer Organisation. Diese Datei wird auf der Grundlage der von Ihnen ausgefüllten Eingabevorlage und der damit durchgeführten Routen- und anderen Berechnungen für Sie zusammengestellt. Sie erkennen eine MobilityAnalyst-Datei an ihrer Endung “.mbl”. Wenn Sie diese Datei von Ihrem Berater, Ihrem Mobilitätsmakler oder von MobilityLabel erhalten, speichern Sie diese Datei auf Ihrem Computer oder im Netzwerk, um sie lokal in einem Browser zu öffnen. Gehen Sie in Ihrem Browser auf https://my.mobilityanalyst.com (oder die Ihres Beraters oder Ihrer Region). Wählen Sie ‘Datei öffnen’ und navigieren Sie zu dem Ort, an dem Sie die entsprechende mbl-Datei gespeichert haben. Bei diesem Vorgang werden keine Arbeitgeberdaten über das Internet gesendet. Wenn Sie die Sprache des Tools ändern möchten, verwenden Sie dazu die Sprachauswahl oben rechts, bevor Sie eine Datei öffnen. Das Tool ist in Englisch, Deutsch und Niederländisch verfügbar. Wenn Sie noch keinen Mobilitätsscan bestellt haben, wählen Sie ‘Demo’, um eine voll funktionsfähige Demo einer fiktiven Organisation zu erhalten. So bekommen Sie einen guten Eindruck von allen Funktionen und Merkmalen von MobilityAnalyst.

 

Aufbau von MobilityAnalyst

Das Dashboard besteht aus mehreren thematischen Registerkarten und einer Zusammenfassungregisterkarte und enthält viele verschiedene Indikatoren, wie z.B. Diagramme und Karten, die einen Überblick über den Pendlerverkehr Ihrer Organisation geben. Diese Indikatoren zeigen z.B. die Anzahl der Rad- und Autofahrer, die Anzahl der benötigten Parkplätze, die CO2-Emissionen und die Vitalität. Auf der linken Seite des Dashboards können Sie verschiedene Maßnahmen festlegen, z. B. Richtlinien für Fahrräder und öffentliche Verkehrsmittel. Sobald Sie hier Richtlinien festlegen, ändern sich alle Indikatoren, Diagramme und Karten auf der rechten Seite des Dashboards entsprechend. Sie können zum Beispiel sehen, wie viele Parkplätze Sie mit bestimmten Fahrradrichtlinien einsparen können und wie viel CO2 Ihr Unternehmen mit bestimmten Richtlinien für öffentliche Verkehrsmittel oder Heimarbeit einsparen kann.

 

Maßnahmen (linke Seite des Bildschirms)

Die folgenden Maßnahmen können eingestellt werden:

  • Politik zur aktiven Mobilität. Hier können Sie Richtlinien festlegen, nach denen jeder, der eine einstellbare Strecke zur Arbeit zurücklegt, aktiv mobil ist. Je nach Entfernung ist dies entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad, E-Bike oder Speedpedelec. Dabei werden Entfernungen gemäß einem speziellen Radroutenplaner verwendet (gut zu wissen: die schnellste Radroute zwischen zwei Punkten ist in der Regel viel kürzer als die schnellste Autoroute zwischen ihnen).
  • Politik des ÖPNV. Die Richtlinien für öffentliche Verkehrsmittel sind auf verschiedene Weise anpassbar: Eingabe der zusätzlichen Reisezeit in Minuten (zum Beispiel: ÖPNV ist eine akzeptable Alternative, wenn die zusätzliche Fahrtzeit mit ÖPNV im Vergleich zum Auto nicht mehr ist als 20 Minuten) Eingabe der zusätzlichen Reisezeit als (VF)-Faktor (z.B.: ÖPNV ist eine akzeptable Alternative, wenn die zusätzliche Fahrtzeit mit ÖPNV im Vergleich zum Auto nicht mehr ist als 50%) Hier ist es möglich, einen unteren Grenzwert für die zusätzliche Zeit einzugeben (z.B.: ÖPNV ist in jedem Fall akzeptabel, wenn es weniger als 30 Minuten beträgt). Wenn gewünscht, werden Fahrten mit mehr als einer maximalen Anzahl von Umstiegen ignoriert. Öffentliche Verkehrsmittel werden wahlweise mit oder ohne Fahrrad im Vorlauf oder Fahrrad im Vorlauf und Nachlauf berechnet. Die Kombination von öffentlichen Verkehrsmitteln und Auto (mittels P+R-Anlagen) wird ebenfalls unterstützt.
  • KFZ-Politik. In der Auto-Richtlinie kann festgelegt werden, dass Fahrer von Firmenwagen auch mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln fahren dürfen, wenn dies der Richtlinie entspricht. Standardmäßig gilt die Richtlinie für Fahrräder und öffentliche Verkehrsmittel nicht für Firmenwagen. Für Firmen- und Privatwagen können CO2-Reduzierungen festgelegt werden, z.B. als Ergebnis von Energiesparmaßnahmen wie Öko-Fahrprogrammen.
  • Unter ‘Ort und Zeit’ können Maßnahmen zur Heimarbeit festgelegt werden, unabhängig davon, ob sie sich auf die tägliche Fahrstrecke beziehen oder nicht. Dabei kann eine Mindestanzahl von Anwesenheitstagen berücksichtigt werden. Zum Beispiel: „Personen, die mehr als 30 Minuten reisen, erhalten 2 zusätzliche Tage im Home Office, vorausgesetzt, sie sind mindestens 2 Tage anwesend’. Geben Sie ‘0 Minuten’ ein, um zu erklären, dass die Heimarbeitspolitik für alle gilt, unabhängig von der Fahrzeit.

Zu jeder Maßnahme gibt es eine ausklappbare Erklärung (‘Info’).

Das Tool zeigt den potenziellen Gesamteffekt der verschiedenen, gestapelten Maßnahmen an. Die Zuteilung zu den Reisemethoden erfolgt nach einer bestimmten Reihenfolge: Wenn eine Person unter die festgelegte Fahrradrichtlinie fällt, dann fährt sie mit dem Fahrrad. Danach wird die ÖV-Richtlinie herangezogen. Fällt die Person nicht unter die Fahrradrichtlinie, wohl aber unter die Richtlinie für öffentliche Verkehrsmittel, dann wird sie dem Potenzial für öffentliche Verkehrsmittel zugerechnet. In anderen Fällen fährt die Person weiterhin mit dem Auto. Anders verhält es sich mit Autofahrern, die einen Firmenwagen/Leasingwagen haben: Im Prinzip fahren sie weiterhin mit dem Firmenwagen, es sei denn, unter ‘KFZ-Politik’ wird angekreuzt, dass sie auch mit dem Fahrrad und den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, wenn dies den festgelegten Richtlinien entspricht.  

Indikatoren (rechte Seite des Bildschirms)

Indikatoren gibt es in verschiedenen Arten und Formen und sind auf thematischen Registerkarten angeordnet. Sie zeigen die potenzielle Situation auf der Grundlage der angegebenen Situation und der festgelegten Richtlinien. Wenn zu Referenzzwecken auch die aktuelle Situation angezeigt wird, ist diese grau, während die potenzielle Situation farbig dargestellt ist. Das Tool schätzt weder das Verhalten noch das Ausmaß, in dem bestimmte Richtlinien Realität werden. Es vergleicht immer die potenzielle Situation (‘jeder unter 5 km fährt mit dem Fahrrad’) mit der aktuellen Situation. Das Ausmaß, in dem die Richtlinien Realität werden, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, wie z.B. den angebotenen Einrichtungen, finanziellen Anreizen, Verhaltensmaßnahmen, vorbildlichem Verhalten usw. Zu jedem Indikator gibt es eine ausklappbare Erläuterung (‘Info’), die eine Erklärung, eine Begründung und alle Annahmen enthält. Die Indikatoren lassen sich leicht in die Zwischenablage kopieren, z. B. um sie in Ihren eigenen Bericht oder Ihre PowerPoint-Präsentation aufzunehmen. Wenn die Erklärung (‘Info’) geöffnet ist, wird sie mitkopiert, wenn sie geschlossen ist, wird sie nicht mitkopiert. Die interaktiven Karten können nicht automatisch in die Zwischenablage kopiert werden. Bitte verwenden Sie die Schaltfläche Bildschirm drucken oder ein Tool zum Ausschneiden und Einfügen Ihres Betriebssystems oder Browsers.

Zusammenfassung

Die Registerkarte ‘Zusammenfassung’ bietet einen nützlichen Überblick über die wichtigsten Indikatoren, wie z.B. die Gesamtpendelstrecke, die CO2-Emissionen und die Verteilung der verschiedenen Reisemethoden. Diese Übersicht kann in die Zwischenablage oder als PDF exportiert werden und zeigt optional die aktuelle oder potenzielle Situation sowie die wichtigsten Kennzahlen in allgemeiner oder relativer Form (z.B. für Benchmarking).

Reisemethoden im Modal Split

Die Registerkarte Reisemethoden zeigt in zwei Donut-Diagrammen die aktuellen und potenziellen Reisemethoden gemäß den festgelegten Richtlinien. Der innere Kreis zeigt die Hauptmodalität (aktiver Transport, öffentliche Verkehrsmittel und Auto), der äußere Kreis zeigt die Submodalitäten wie E-Bike oder Firmenwagen. Erklärungen werden angezeigt, wenn Sie mit der Maus über die Grafik fahren, und sind in der zugehörigen Legenden-Tabelle enthalten.

Reisemethoden auf der Karte

Die Registerkarte Reisemethoden enthält auch die interaktive Mitarbeiterkarte. Diese zeigt, wo die Mitarbeiter wohnen und wie sie reisen (können). Wenn Sie auf eine Wohnadresse klicken, werden individuelle Reisezeiten und Routen angezeigt (einschließlich individueller Reisezeittabellen und Beispielreisen mit unterschiedlichen Routendetails). Verschiedene Reisemethoden können auf dieser Karte (un)sichtbar gemacht werden, ebenso wie Kartenebenen mit Fahrradwegen und Einrichtungen des öffentlichen Nahverkehrs. Sie können wählen, ob Sie nur Änderungen der Reisemethoden sichtbar machen möchten. Bei Scans mit einer großen Anzahl von Personen sind die Karten im Clustermodus tendenziell übersichtlicher. Unten rechts auf der Karte finden Sie neben den Schaltflächen zum Vergrößern und Verkleinern auch die Option, die Karte bildschirmfüllend anzuzeigen.

Andere indikatoren

Die Vielfalt der berechneten Indikatoren ist groß. Die wichtigsten anderen Indikatoren sind:

  • Modal Split insgesamt und pro Entfernungskategorie, Verkehrsverlagerungen
  • CO2-Emissionen pro FTE und pro Modalität, CO2-Reduktion, Kosten der CO2-Emissionen, Energiereduktion
  • Benötigte Parkplätze und damit verbundene Kosteneinsparungen, benötigte Ladepunkte, benötigte Fahrradstellplätze, Flottengröße
  • Variable Reisekosten insgesamt, pro FTE und pro Modalität
  • Standortbelegung, Standortverteilung, Heimarbeitstage und Flex-Office-Potenzial
  • Jährliche Pendelentfernung und Reisezeit
  • Bewegungszeit und Kalorienverbrauch durch aktiven Transport, Auswirkungen auf Fehlzeiten und Bewegungsstandard
  • Potenzial für Fahrgemeinschaften
  • Qualität der öffentlichen Verkehrsmittel (Anzahl der Umstiege), genutzte Ausstiegsstationen und P+R-Anlagen
  • Reisezeitverluste aufgrund von Staus, Anzahl der Autofahrten und Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln während der Hauptverkehrszeiten
  • Nutzung bestimmter vordefinierter Analysepunkte (Engpässe im Straßennetz und im öffentlichen Verkehrsnetz)
 

Routendaten

Für jeden Mitarbeiter berechnen wir so genau wie möglich die verfügbaren Reisemethoden und die damit verbundene Reisedistanz und -zeit. Diese Routenberechnungen werden basiert auf dem Durchschnitt der Staus, den aktuellen Fahrplänen der öffentlichen Verkehrsmittel und dem aktuellen Straßennetz für Auto-, Fahrrad- und Fußwege. Die verwendeten Reiseketten sind: Auto – morgendliche Hauptverkehrszeit (Dienstagmorgen), Auto – abendliche Hauptverkehrszeit (Dienstagabend), Auto ohne Hauptverkehrszeit, Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel ohne Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel mit Fahrrad (max. 4 km) im Vorverkehr, öffentliche Verkehrsmittel mit Fahrrad (max. 4 km) im Vor- und Nachverkehr (nicht in allen Ländern verfügbar), Auto+ÖV (über den offiziellen P+R). Alle Zeiten sind Gesamtzeiten von Tür zu Tür, mit möglichst realistischen Schätzungen von Gehzeit, Umsteigezeit, Parkzeit und Stauzeit. Alle Reisezeiten und Entfernungen sind zum Zeitpunkt der Erstellung der MobilityAnalyst-Datei aktuell. Reisezeiten und Entfernungen können Sie auf Mitarbeiterebene abrufen, indem Sie im Kartenviewer auf der Registerkarte „Reisemethode“ auf den entsprechenden Wohnort klicken. Sie werden auch als Rohdaten in einer großen Excel-Datei bereitgestellt. Nicht alle Kombinationen von Reisemethoden sind für jeden Mitarbeiter verfügbar. Manchmal gibt es keine Haltestelle der öffentlichen Verkehrsmittel in der Nähe oder es gibt keine P+R-Anlagen, die zu einer schnelleren Auto-ÖV-Kette führen. Das Fahrrad im Vor- und Nachverkehr einer ÖV-Kette wird nur dann genutzt, wenn das Radfahren (einschließlich Parken) tatsächlich schneller ist als das Gehen.

 

Zusätzliche Funktionen

Unten links auf dem Bildschirm finden Sie einige zusätzliche Funktionen, nämlich:

  • Speichern (Speichern-Symbol). Die Daten können optional als MobilityAnalyst-Datei (mbl) gespeichert oder nach Excel exportiert werden. Dies kann entweder für die aktuelle Auswahl (siehe ‘Filtern’) oder für die gesamte Datei geschehen.
  • Filtern (Trichtersymbol). Standardmäßig wird die gesamte Datei angezeigt. Den Umfang (Anzahl der Organisationen, Filialen und Personen) finden Sie auf der Registerkarte Übersicht. Wenn Sie eine bestimmte Gruppe oder Komponente näher betrachten möchten, können Sie dies mit den Filtern tun, die in die Registerkarten ‘Zielgruppenfilter’ und ‘Reisefilter’ unterteilt sind. Mit den Zielgruppenfiltern können Sie – je nach Umfang und Eingabe – ganz einfach eine oder mehrere Organisationen, Filialen oder Organisationseinheiten auswählen. Mit Reisefiltern können Sie eine Auswahl von Personen treffen, die aus bestimmten Herkunftsgebieten kommen, zu bestimmten Zielgebieten reisen und/oder bestimmte Reisepunkte, wie z.B. definierte Engpässe im Straßennetz, nutzen. Filter können verwendet werden, um nacheinander verschiedene Richtlinien für verschiedene Untergruppen festzulegen (z.B. die Unterscheidung zwischen internen und externen Diensten oder bestimmten Branchen). Eine Teilauswahl mit gewähltem Umfang kann auch gespeichert (als MobilityAnalyst-Datei) und exportiert werden (nach Excel).
  • Einstellungen (Zahnradsymbol). Im Einstellungsbildschirm können Sie verschiedene Standardwerte und Einstellungen ändern. Sollte die Datei Annahmen über Reisemethoden enthalten, die als ‘unknown’ angegeben sind (siehe mitgeliefertes Fallprotokoll), können diese Annahmen hier auf Wunsch deaktiviert werden.
  • Tour (Wegweiser-Symbol). Wenn MobilityAnalyst zum ersten Mal gestartet wird, wird eine Tour durch die Anwendung gestartet, die dem Benutzer mit einigen Tipps den Einstieg erleichtert. Wenn Sie diese Tour erneut öffnen möchten, können Sie dies über diese Schaltfläche tun.
Über uns

MobilityAnalyst ist ein Dienst von MobilityLabel, Anbieter von Mobilitätsrichtlinien-Tools.

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E-Mail: info@mobilitylabel.com

Geschäftsführer: Christiaan Rasch & Thijs
Brentjens
Handelsregister: NL85840513
Umsatzsteuergesetz: NL863762207B01

Wir sind nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

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